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Teilhabe – jetzt!

Julia Weigl und Christoph Gröner
Julia Weigl und Christoph Gröner

Ein Fazit zur Tagung: Sehen und gesehen werden: Teilhabe im Film

Teilhabe – jetzt!

Drei Tage intensiver Austausch liegen hinter uns. Wir haben diskutiert, kritisiert und nach Lösungen gesucht. Und vor allem haben wir neue Netzwerke und Allianzen gebildet. In Zeiten von Polarisierung, des einander missverstehen Wollens, Hassreden und viral gehenden Shitstorms in digitalen Räumen ist ein zugewandter Dialog nicht mehr selbstverständlich. Uns ist er gelungen!

Nach zwei Jahren zunehmender Vereinzelung in der Pandemie ist es umso wichtiger, wieder in den analogen Raum und den direkten Austausch zurückzukehren und aufeinander zu zugehen. Mit konkreten Schritten, positiver Aktion zu starten, entwickelt von und mit (noch immer) unterrepräsentierten Gruppen, in einem breiten Forum. Genau das haben wir an der Evangelischen Akademie Tutzing mit all unseren Partner:innen, Gästen und Programmpunkten zeigen können. 

Ob auf Panels, in Workshops, im abendlichen Zwiegespräch. In einem Miteinander gilt es, Veränderungsprozesse anzustoßen! Und dieses Miteinander darf nicht immer gemütlich sein, da müssen Probleme, Konflikte und Ungerechtigkeiten offen angesprochen und ausgesprochen werden. Da müssen auch mal unterschiedliche Meinungen im Raum stehen bleiben können und ausgehalten werden.

Wir sehen, dass wir noch ganz am Anfang stehen, wenn wir über Teilhabe im deutschen Film nachdenken und sprechen. Dank unserer vieler Impulsgeber:innen – ob Kreative, Filmförderer:innen, Produzent:innen oder unsere Kolleginnen des British Film Institute.

Es gibt viel zu tun.

Eine breite Basis der Teilhabe, diverses Talent ist eine Chance und die Zukunft der deutschen Film- und Medienlandschaft. Das, und nur das!

Reden ist schön, und auch wichtig, doch nun müssen Taten folgen. Das kann nicht an einem Wochenende passieren, sondern ist ein Prozess, den wir gemeinsam mit unseren vielen Partner:innen gehen wollen, beim FILMFEST MÜNCHEN im Sommer, oder – auch das steht jetzt schon fest – im kommenden Jahr wieder an und mit der Evangelischen Akademie Tutzing.

Nachwuchsförderung, Quoten, Checklisten und Fördertöpfe, wie Jurys und Gremien künftig aussehen müssen, wer produziert und finanziert, die eigenen Strukturen zu hinterfragen – all das sind wichtige Themen, die uns in den kommenden Monaten weiter beschäftigen und die wir nun gemeinsam angehen werden.

Wir möchten uns noch einmal bei all unseren Gästen und Partner:innen herzlich bedanken und allen voran natürlich der Evangelischen Akademie Tutzing, dem FFF Bayern, Creative Europe Desk München und der MaLisa-Stiftung.

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